[Rezension] Sakura - Die Vollkommenen von Kim Kestner





Titel: Sakura - Die Vollkommenen
Autor: Kim Kestner
Erschienen: 23. März 2017
Preis: 3,99 [D], € 3,99 [A]
Ebook
Seitenanzahl: 408

"Es ist die einzige Chance, die sie je haben wird: Als der Kaiser zur "Blüte" aufruft, weiß Juri, was sie zu tun hat. Aber das Auswahlverfahren, bei dem am Ende nur die Vollkommenen einen Platz an der Oberfläche erhalten, ist hart und unbarmherzig ‒ und Juri nicht makellos genug, um daran teilzunehmen. Trotzdem kann sie nichts davon abhalten. Die dunkle Höhle, in der sie ihr ganzes Leben verbringen musste, will sie um jeden Preis verlassen. Verkleidet als Junge, schmuggelt sie sich unter die Probanden. Doch ausgerechnet der Sohn des Kaisers wird auf sie aufmerksam. Hat er Juris Tarnung durchschaut? Oder spielt auch der Prinz ein doppeltes Spiel?"



Normalerweise greife ich eher selten zu Dystopien. Nach dem Klappentext zu urteilen hätte ich wahrscheinlich auch dieses Buch eher nicht gelesen, doch durch Zufall habe ich bei diesem Buch dann doch mal in die Leseprobe hineingelesen und war sofort gefesselt. Die Geschichte ist ganz anders, als ich zunächst dachte. Viel heftiger, brutaler und grausamer, als er Klappentext klingt. Was aber keineswegs schlecht ist! Es ist sogar wirklich gut, da die Geschichte so realistischer ist und meiner Meinung nach anders wahrscheinlich nicht so richtig funktioniert hätte.
In "Sakura - Die Vollkommenen" geht es um ein junges Mädchen namens Juri, die schon sehr früh sehr viel Leid erfahren musste. Erst verlor sie ihren Vater, dann würde sie von ihrer eigenen Mutter wegen "Drogen" verkauft und immer ums Überleben kämpfen müsste. Einerseits fand ich Juris Leben sehr schrecklich, da sie kaum etwas anderes als Hunger, Armut, Dreck und Leid kannte, andererseits habe ich sie richtig bewundert für ihren Mut und ihren Überlebenssinn. Ihr sehnlichster Wunsch war es immer die Sonne zu sehen, da sie in einer Höhle lebt und diese noch nie gesehen hatte. Als sich ihr dann endlich einmal die Chance bietet ihrem Leben zu entkommen und endlich die Oberfläche zu sehen, packt sie diese am Schopf und tut alles darum ihr Ziel zu erreichen. Dazu muss sie sich jedoch als Junge ausgeben, da der Kaiser junge Männer und Frauen zur "Blüte" ruft, ein "Wettbewerb" um die Vollkommensten zu finden und da Juri als Mädchen nicht so viele Chance gehabt hätte, beschließt sie ihr Glück als Junge zu versuchen. Die Prüfungen haben es jedoch richtig in sich. Ich war manchmal echt geschockt, wie grausam manche Sachen waren, doch Juri hat nicht aufgeben und auch irgendwann ihre wichtigsten Regeln über Bord geworfen, wie zum Beispiel keine Bindungen einzugehen. So befreundete sie sich mit einem Probanden Namen Dom, der mir auch von Anfang an richtig sympathisch war. Genauso wie auch Juris Freundin Rebecca, die aus der gleichen Ebene wie Juri kommt und ein wirklich tolles Mädchen ist, die kein Blatt vor den Mund nimmt und Juri hilft wo sie nur kann. Den Prinzen fand ichzwar auch ganz sympathisch, doch war er mir doch ein bisschen zu blass. Ich hätte gern noch etwas mehr über ihn erfahren und auch die Liebesgeschichte zwischen ihm und Juri war mir etwas zu wenig. Aber da diese auch eigentlich nicht im Vordergrund steht, war das nicht so schlimm.
Ansonsten fand ich das Buch unglaublich gut geschrieben. Von Anfang bis Ende war es unglaublich spannend und emotional geschrieben. Ebenso war die Geschichte überhaupt nicht vorhersehbar, sodass ich immer wieder verblüfft und gegen Ende hin auch geschockt war.


Kim Kestner hat mit "Sakura - Die Vollkommenen" eine wirklich tolle Geschichte geschaffen, die mich von Anfang bis Ende fesseln könnte. Wie vorher schon erwähnt mag ich Dystopien eigentlich eher weniger, dich diese hat mich voll und ganz überzeugen können. Ganz besonders haben mir die Elemente der japanischen Kultur gefallen, die sehr gut in die Geschichte eingearbeitet waren. :3

------


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen